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FirmVorbereitung in der Pfarrei Rödental St. Hedwig 2019

Der Einzug Jesu in Jerusalem
Mk 11,1-11
  • Zeichnet Jesus als Friedensfürsten – Gegenentwurf zu den Messiaserwartungen, und zum Einzug des Titus in Jerusalem.
  • Zeichnet Jesus als Heiland aller Menschen – Gegenentwurf zum messianischen Nationalismus in Israel damals.
  • Greift den Themenkreis Wegbereiten/Nachfolge auf.
Die Reinigung des Tempels
Mk 11,15-19

Jesus mal recht gewalttätig ... – und das umfangreiche Handeln wird Jesus allein zugeschrieben, auch ohne, dass ihn jemand gestoppt hat ...

  • Stichwort Haus des Gebetes – nicht der Macht und des Machtmissbrauches der Hohepriester!
  • Stichwort ... für alle Völker – nicht nur für Israel!
  • Stichwort Räuberhöhle – Anspielung auf Jer 7,1-15: Primat der Ethik!

Pikant steht am Ende der Tempelreinigung der (erneute) Tötungsbeschluss: Jesus muss weg – seine Tempelreinigung wurde als Angriff auf die Mächtigen im Land gewertet.

Historisch-kritisch ist anzumerken, dass die Tempelreinigung der Ausschlag gebende und wichtigste – als der tatsächliche – Grund für die Hinrichtung Jesu war.

Die Frage nach der kaiserlichen Steuer
Mk 12,13-17 – Mitte des Teiles Jerusalem I!

Gebt Gott, was Gott gehört!

  • Blickt zurück auf das Gleichnis von den Winzern, die den Weinberg an sich reißen wollen und dem Besitzer den Ertrag des Weinberges vorenthalten wollen (Mk 12,1-12).
  • Blickt voraus auf die Frage nach dem wichtigsten Gebot: Was Gott gehört ist die Liebe zu Gott und zu den Menschen; Primat der Ethik (Mk 12,28-34).
Die Frage nach der Auferstehung der Toten
Mk 12,18-27
  • Grundinformationen
    • Die sog. Schwagerehe war zum einen Teil der Sozialgesetzgebung in Israel (Dtn 25,5-10). Es gab noch keine Witwen-Rente; Sozialversicherung war die Familie. Ist der Mann tot und ist kein Sohn da, ist die Witwe mittellos. Durch den Bruder des Verstorbenen soll die Frau doch noch zu einem Sohn kommen, der dann für ihren Unterhalt im Alter sorgen kann.
      Gleichzeitig soll damit das Andenken an den Verstorbenen erhalten bleiben über die Fortführung der Familienline: der erstgeborene Sohn gilt als Sohn des Verstorbenen.
    • Die Sadduzäer haben im Gegensatz zu den Pharisäern (und Jesus) nicht an die Auferstehung der Toten geglaubt.
  • Antwort Jesu
    • Auferstehung ist keine Rückkehr ins irdische Leben, sondern Beginn einer himmlischen Existenz.
      Gebären, Heiraten, Zeugen, Sterben – sprich: Werden und Vergehen – gibt es dort nicht mehr.
    • Gottes Macht ist auch und gerade Macht über Leben und Tod – und er ist ein Gott des Lebens bzw. der Lebenden.
      Dass sich Gott in Ex 3,6.15 mit Abraham, Isaak und Jakob – den längst verstorbenen Stammvätern Israels – identifiziert, interpretiert Jesus so, dass sie für Gott lebendig sind.
      Diese Interpretation ist nicht selbstverständlich: Im hebräischen Text steht ein Nominalsatz: Ich Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.
      Da kann man gut ein war einfügen: Ich war Gott Abrahams ... [Vergangenheit]
      Jesus dagegen fügt ein bin ein: Ich bin Gott Abrahams ... [Gegenwart]
      Bzw.: Gerade weil dieser Satz keinerlei Zeitangabe enthält – weder durch ein Verb mit seiner Zeitform noch durch eine andere Angabe – versteht ihn Jesus als zeitlos gültigen Satz, ist seine Aussage ewig gültig.
    • Während die Schwagerehe sicherstellen soll, dass das irdische Andenken eines Mannes im Volk nicht verlöscht, so verbürgt der Gott der Lebenden die Auferstehung der Toten mittels seiner Erinnerung an sie.
Das Beispiel der armen Witwe
Mk 12,41-44
  • Witwen sind schon an sich meist am Rande der Gesellschaft zu verorten; im Alten Testament begegnet in der Sozialgesetzgebung oft die stehende Wendung Witwen und Waisen als Hinweis auf besonders bedürftige Menschengruppen. Die Witwe gehört also schon per se zu den Letzten.
  • Die Witwe hier gibt ihren letzten Cent (alles, was sie besaß, ... ihren ganzen Lebensunterhalt) für die Armen, denen sie so dient: sie wird zur Letzten unter den Letzten – wie Jesus, der auch alles (sein Leben) gibt.
  • Sie ist eine positive Bebilderung der Aufforderung Jesu, wie die Kinder zu werden: selbst nichts haben und den anderen dienen.
  • Damit ist sie ein positives Gegenbild nicht nur zu den in der gleichen Erzählung erwähnten Reichen, sondern auch zu dem reichen Mann in Mk 10,17-22, der nicht bereit ist, seinen Besitz zu verkaufen und ihn den Armen zu geben, und auch zu den Schriftgelehrten, von denen es in der Erzählung vorher eindrücklich–sarkastisch geheißen hat, sie fressen die Häuser der Witwen.
Die Rede Jesu über das Ende der Welt
Mk 13,3-37
Negative Antwort Jesu: Was alles nicht Zeichen der Vollendung ist
Mk 13,5-23

Ertrag: Lokale, innergeschichtliche Ereignisse – so schrecklich und bedrückend und lebensbedrohend sie auch sein mögen – sind kein Indiz für das Ende der Welt!

Positive Antwort Jesu: Zeichen für Vollendung und Rettung
Mk 13,24-27

Ertrag: Das Ende der Welt ist ein kosmisches Ereignis und verbindet sich mit der Wiederkunft Jesu als des Menschensohnes – ist also kein schreckliches Ereignis, sondern Ziel und Vollendung der Welt!

Dialektische Antwort auf die Terminfrage
Mk 13,28-37

Ertrag: Der Zeitpunkt des Endes des Welt ist unbekannt
... allen Versuchen, das Ende der Welt zu berechnen oder durch besonders spitzfindige Bibelauslegung zu erschließen, zum Trotz!



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