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FirmVorbereitung in der Pfarrei Rödental St. Hedwig 2019

Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben.
Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging.
Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen? Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß.
Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr.
Er aber sagte zu ihnen:
Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten.
Er ist auferstanden; er ist nicht hier.
Seht, da ist die Stelle, wohin man ihn gelegt hat.
Nun aber geht und sagt den Jüngern und dem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.

Da verließen sie das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt. Und sie sagten niemand etwas davon; denn sie fürchteten sich.

Mk 16,1-8
Die Erzählung vom leeren Grab und der Glaube an die Auferstehung Jesu
Das leere Grab als Beweis für die Auferstehung?
Das leere Grab an sich ist mehrdeutig!
  • Der Leichnam Jesu könnte umgebettet worden sein – mit oder ohne Wissen der Jünger.
  • Man könnte sich auch im Grab geirrt haben.
  • Oder: war Jesus doch nicht wirklich tot?
  • Auch das Neue Testament selbst weiß um die Mehrdeutigkeit des leeren Grabes und antwortet darauf!

Das leere Grab an sich ist damit kein Beleg, kein Beweis für die Auferstehung Jesu!

Die Erzählung von der Auffindung des leeren Grabes kam auch erst relativ spät in die christliche Überlieferung.
Am Anfang des Glaubens an die Auferstehung Jesu stand etwas anderes:

Die Erscheinungen Jesus als Auferstandener vor seinen Jüngern und die entsprechenden Erzählungen

Sie stehen am Anfang der Oster-Überlieferung.
(Ohne dass damit gesagt wäre, dass sich jede im Neuen Testament erzählte Begegnung mit dem Auferstandenen auf ein Ereignis stützt, das sich genau so ereignet hätte.)

Ich erinnere euch, Brüder und Schwestern, an das Evangelium, das ich euch verkündet habe. Ihr habt es angenomen; es ist der Grund, auf dem ihr steht. Durch dieses Evangelium werdet ihr gerettet, wenn ihr festhaltet an dem Wort, das ich euch verkündet habe, es sei denn, ihr hättet den Glauben unüberlegt angenommen.
Vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe:

Christus ist für unsere Sünden gestorben,

gemäß der Schrift,

und ist begraben worden.

Er ist am dritten Tag auferweckt worden,

gemäß der Schrift,

und erschien dem Kephas [= Petrus], dann den Zwölf.

1 Kor 15,3-6: eine urchristliche Glaubensformel

An diesem christlichen Grundbekenntnis sind folgende Dinge wichtig:

  • Das leere Grab wird gar nicht genannt.
    Das wäre aber eigentlich sogar zu erwarten gewesen, wird doch das Begräbnis eigens erwähnt.
  • Das Begräbnis Jesu wird genannt als Beleg für das echte Totsein Jesu – nur Tote werden begraben.
    Im zweiten, parallel zum ersten konstruierten Satz, in welchem es um die Auferstehung Jesu geht, sind an der entsprechenden Stelle im Satz die Erscheinungen Jesu genannt.
    Gemäß dieses urchristlichen Grundbekenntnisses ist also nicht das leere Grab, sondern sind vielmehr die Erscheinungen das Auferstandenen Beleg für seine echte Auferstehung.
  • Bei entsprechendem Verständnis der Heiligen Schriften Israels kann man Tod und Auferstehung Jesu schon darin vorgezeichnet sehen (gemäß der Schrift).
    Das Christus-Ereignis steht damit im Einklang zur bisherigen Offenbarung Gottes und seinem bisherigen Handeln!
  • Tod auf Auferstehung Jesu geschahen nicht um Jesu selbst will, sondern zum Heil der Menschen (für unsere Sünden, am dritten Tag [der dritte Tag ist im AT der Tag des heilvollen Eingreifens Gottes!]).
  • Erscheinen meint hier nicht Gedankenblitze oder Visionen, sondern real-leibliche Begegnungen.
    In verschiedenen Erzählungen von Erscheinungen des Auferstandenen ist davon die Rede, dass Jesus mit seinen Jüngern gegessen und getrunken hat, dass man ihn anfassen konnte.
  • Das verwendete griechische Wort für erscheinen ist hier das gleiche wie es für Gotteserscheinungen verwendet wird: Die Erscheinungen des Auferstandenen geschehen aus dem Bereich Gottes heraus!
    Auferstehung ist nicht einfach ein aus dem Grab wieder ins irdische Leben Zurückkehren ( Vampire, Zombies), sondern ist Neuschöpfung, ist ein Zu-Gott-Kommen.
    Das Christentum kennt keine Wiedergeburt, sondern Auferstehung; nicht quasi-ewiger Kreislauf von Wiedergeburten, sondern ein Leben auf der Erde und dann Auferstehung.
Mk 16,1-8 als Ende der Evangelien-Erzählung des Markus
So endet das Evangelium nach Markus!?

Da verließen sie [= die Frauen] das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt. Und sie sagten niemand etwas davon; denn sie fürchteten sich.

Mk 16,8

Die weiteren Verse (9-20), die in der Einheitsübersetzung abgedruckt sind, sind eine spätere Zufügung; vgl. auch die Hinweise zur Stelle in der Einheitsübersetzung!

Das Ende des Markus-Evangeliums kann nur verstanden werden, wenn man die geheimnisvollen Worte, die der junge Mann im Grab – doch wohl ein Engel – an die Frauen richtet, versteht, und die Reaktion der Frauen hintergründig zu deuten weiß:

  • Da ist der Verweis darauf, dass man Jesus in Galiläa sehen könne; dorthin würde er vorausgehen.
    Galiläa ist nicht nur der Name einer Landschaft in Palästina, sondern auch ein Ort innerhalb des Evangeliums: Das Wirken Jesu in Galiläa ist ein breiter Teil der Evangelien-Erzählung des Markus.
  • Petrus wird im Wort des Engels ausdrücklich genannt.
    Seine Berufung (im Rahmen der Berufung der ersten Jünger) ist das Erste, was Jesus in Galiläa tut.
    Liest man das von Ostern her, dann bekommt Petrus eine zweite Chance; er wird – wie in 8,33 – (wieder) in die Nachfolge gerufen.
  • Das Verhalten der Frauen kann – in Verbindung mit dem Verkündigungsauftrag an sie – verstanden werden als invertiertes Schweigegebot.
    Im Galiläa-Teil des Evangeliums gab es immer wieder Schweigegebote, die zum Teil gebrochen wurden; hier nun ein Auftrag zur Verkündigung, der ins Schweigen mündet.

Nimmt man alles zusammen, kann man sagen: Das Ende des Evangeliums verweist mit der Ankündigung, man könne Jesus in Galiläa sehen, auf jenen Teil des Evangeliums, in welchem sich Jesus tatsächlich als Messias und Heiland zeigt, seine Vollmacht unterstrichen wird.
Der Leser des Evangeliums kann nun aber sagen, wo das alles herkommt: aus Tod und Auferstehung Jesu stammt seine Vollmacht über die Dämonen und den Satan sowie seine Vollmacht, religiöse und ethische Weisungen auszulegen und zu geben.

Höhepunkt in ‚Galiläa’ ist dann die Erzählung von der Verklärung Jesu; dort kann man Jesus tatsächlich in seiner Auferstehungsherrlichkeit sehen.
Gerade dort aber ist auch – auf dem Weg vom Berg herab – von seinem Tod und seiner Auferstehung die Rede.

Das Ende des Markus-Evangeliums verweist also auf den ganzen Galiläa-Teil als Ort der Erscheinung des Auferstandenen, und mit der Erwähnung des Petrus gleich an dessen Anfang:
Das kann als Impuls gelesen werden, das Evangelium (immer wieder!) von vorne zu lesen:

  • um den Weg Jesu immer besser und tiefer zu verstehen,
  • ihn für das eigene Leben anzueignen
  • und aus ihm Kraft schöpfen auf dem eigenen Weg der Nachfolge.
Aus der Taufe leben
Die Verbindungen zwischen Tod und Auferstehung Jesu einerseits und seiner Taufe andererseits – und was sie bedeuten
  • Die Erzählung vom Tod Jesu am Kreuz enthält einen Verweis auf die Sendung Johannes des Täufers (s. u. kein himmlischer Helfer).
  • Die Erzählung vom Tod Jesu am Kreuz enthält direkte inhaltliche Gegensätzlichkeiten zur Erzählung von der Taufe Jesu (s. u.: blau).
    Der Tod Jesu ist von Gottferne geprägt – Gottes Abwesenheit, kein himmlischer Helfer, der Geist wird ausgehaucht, Jesu Wirken als Menschen auf Erden endet –, bei der Taufe Jesu bricht die Welt Gottes in die irdische ein.

Verspottung Jesu u. a. durch die jüdischen Führer

negatives Bekenntnis

Finsternis im ganzen Land [Mk 15,33]
Abwesenheit Gottes im Land

Jesu Schrei der Gottverlassenheit [Mk 15,34 = Ps 22,2]
Eloi, Eloi, lema sabachtani: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Elija kommt nicht [Mk 15,35-36]
kein himmlischer Helfer
Die Umstehenden denken – so erzählt Markus –, Jesus würde nach Elija als himmlischem Retter rufen.

  • Zu beachten: Juden würden den Gebetsruf niemals missverstehen und Römer könnten niemals auf die Figur des Elija kommen.
    Es war also der Evangelist selbst, der sicher ganz bewusst in die Mitte der Kreuzigungsszene einen Hinweis auf das (Nicht-)Kommen des Elija gesetzt hat.
  • Mk 9,9-13: Gespräch über Elija, dessen Auftreten vor dem Kommen des Messias erwartet wurde.
    Mk 9,13:
    Ich sage euch: Elija ist schon gekommen, doch sie haben mit ihm gemacht, was sie wollten, wie es in der Schrift steht.
    Das kann sich nur auf Johannes den Täufer beziehen!
    So wissen die Leser:
    Elija war bereits gekommen, nämlich in der Gestalt Johannes des Täufers.
  • Mk 1,2-3 Auftrag Johannes des Täufers:
    Siehe, ich sended meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird. Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
    • Damit wird traditionell auf die Umkehrpredigt und Tauftätigkeit des Täufers hingewiesen.
    • Markus ist aber auch daran gelegen, dass der Täufer den Weg Jesu insofern gebahnt hat, als er – quasi vor ihm her – den Weg des Leides und gewaltsamen Sterbens gegangen ist.
      Dieser Gedanke steckt auch hinter seiner Einspielung der Passion des Täufers in Mk 6,14-29!
    • Dieser Weg Jesu, den Johannes vorausgegangen ist, der ist jetzt am Kreuz an seinem Ziel angekommen.

Jesus stribt mit lautem Schrei und haucht den Geist aus [Mk 15,37]

Vgl. Taufe Jesu: Der Geist kommt au Jesus herab, bzw. – wörtlich übersetzt – ihn ihn hinein.

Der Tempelvorhang zerreißt [Mk 15,38]
Abwesenheit Gottes im Tempel

Auf dem Tempelvorhang ist der Kosmos abgebildet!
Vgl. Taufe Jesu: Zerreißen des Himmels (im Griechischen gleiches Verb!).

Römischer Hauptmann: Wahrhaftig, dieser Mensch war ein Sohn eines Gottes!
positives Bekenntnis

Vgl. Taufe Jesu: Jesus wird von Gott als sein Sohn angesprochen.

  • Die Erzählungen vom leeren Grab und von der Taufe sind durch das Thema (neue) Schöpfung miteinander verbunden.
    Neue Schöpfung meint dabei die Erneuerung der Schöpfung durch den Beginn des Reiches Gottes, wie es Jesus am Anfang seines Wirkens angesagt hat.
    • Schon formal sind die beiden Teile Wüste (Anfang: Taufe) und Grab (Neuaufbruch: Auferstehung) als Randteile des konzentrisch gegliederten Evangeliums aufeinander bezogen.
    • Erzählung vom leeren Grab
      • Die Erzählung vom leeren Grab spielt am ersten (!) Tag der achten (!) Woche: 8 = 7 + 1.
        Die Schöpfung geschah nach Gen 1 in 7 Tagen, Jesu Wirken wird von Markus in 7 Wochen eingeteilt.
        Die 8 als 7 + 1 steht für den Neubeginn.
      • Als die Frauen zum Grab gehen, geht gerade die Sonne auf.
        Gottes erstes Werk ist die Erschaffung des Lichtes.
    • Erzählung von der Taufe Jesu
      • Bei der ersten Schöpfungserzählung heißt es in Gen 1,2, dass der Geist Gottes über der Urflut schwebte, bei der zweiten in Gen 2,7, dass Gott dem Menschen den Lebensatem einhaucht.
        Zu beachten ist, dass die rabbinische Theologie ... das Schweben des Gottesgeistes über den Wassern (Gen 1,2) mit dem Schweben eines Vogels, einer Taube oder eines Adlers veranschaulichen kann.
        In Mk 1,10 heißt es nun, dass der Geist Gottes wie eine Taube herabkommt, und zwar auffälligerweise nicht, wie meist übersetzt wird, auf Jesus herab, sondern in Jesus hinein.
        Beides (herab, herein) ist, wie die Kommentare zur Stelle sagen, sachlich identisch. Auffallend ist es trotzdem. Zumal Mt und Lk von Jes 42,1 - der Stelle, die hier zugrunde liegt - her den Markus-Text verändern und statt hinein herab schreiben.
      • Die Wüste als Wirkort des Täufers steht für Neuanfänge:
        • Vor allem: Konstituierung Israels in der Wüste;
        • aber auch: Schöpfung (Gen 1,2: Tohuwabohu [wüst und leer] als Beschreibung der Roh-Erde).

Angesichts dessen, dass

  • das Markus-Evangelium am Ende eine Erzählung von der Erscheinung des Auferstandenen vermissen lässt;
  • die Kreuzigungsszene einen prominent platzierten Hinweis auf Johannes den Täufer enthält;
  • die Erzählung vom leeren Grab das Thema neue Schöpfung zwar anreißt, aber nicht ausführt,
    dieses Thema aber auch in der Erzählung von der Taufe Jesu eine wichtige Rolle spielt

wird man sagen können:

Die Erzählung von der Taufe Jesu ist im Markus-Evangelum eine an den Anfang des Evangelius gesetzte Ostererzählung

Markus bietet seine Erscheinungserzählung nicht am Ende, sondern am Anfang des Evangeliums!
Markus erzählt am Anfang seines Evangeliums – Mk 1,1-13 – von der Neuen Schöpfung, die in Tod und Auferstehung Jesu Wirklichkeit geworden war.
Jesus erscheint hier als Prototyp dieser Neuen Schöpfung.

Und das Evangelium entfaltet, was dieser Anbruch des Gottesreiches (Mk 1,14-15!) bedeutet und bedeuten muss.

Hat man die Erzählung von der Taufe Jesu am Anfang des Evangeliums als am Ende ‚fehlende‘ Ostererzählung ‚enttarnt‘, ist der abrupte und provozierende Schluss schlicht genial:
Er verhindert, dass die Leser des Evangeliums beim Blick auf den Auferstandenen stehen bleiben und vergessen, was der Weg Jesu dorthin war.
Statt dessen setzt Markus in gewisser Weise alles wieder auf Anfang: Ostern ist nicht nur das ‚krönende‘ Ende des Weges Jesu, sondern auch – und das ist Markus besonders wichtig – Anfang und Aufruf an die Jünger und die Leser des Evangeliums, das Evangelium selber zu verkünden ( Auftrag an die Frauen, Aussendungen im Evangelium etc.) und den Weg Jesu im eigenen Leben zu gehen ( Berufung der ersten Jünger gleich zu Beginn des Wirkens in Galiläa: Auf, mir nach! ) – und gerade so zum eigenen Ostern, zur eigenen Auferstehung, zu gelangen.

Daher bot sich die Verbindung von Taufe Jesu und Erscheinungserzählung geradezu an, ist sie doch das ‚Sakrament des Anfangs‘ für Jesus wie für die Jünger.
Einerseits – und das ist urchristliche Erinnerung – nahm Jesu öffentliches Auftreten und damit sein ‚Weg‘ mit der Taufe durch Johannes seinen Anfang.
Andererseits ist nach Ostern die Taufe jenes Sakrament, mit dem jede christliche Existenz beginnt.

Somit kann als Impuls des Markus an die Leser festgehalten werden:

Werdet euch eurer eigenen Taufe bewusst und bedenkt und beherzigt, was dies für das eigene Leben bedeuten muss – im Koordinatensystem von Tod und Auferstehung Jesu:

  • Wir sind durch die Taufe hineingenommen in das Ereignis von Tod und Auferstehung Jesu:
    Wir sind durch die Taufe Teil der Neuen Schöpfung, der neuen Wirklichkeit, die Gott in Tod und Auferstehung Jesu geschaffen hat, Teil der neuen Welt, die mitten in der alten existiert.
  • Wir sind beschenkt mit dem gleichen Geist, der auch in und durch Jesus gewirkt hat.
  • Wir stehen zu Gott in ganz enger Beziehung: wir sind Kinder Gottes.
  • Wir sind gesandt, den Weg Jesu, den der Täufer auf seine Weise vorausgegangen ist, hinter Jesus her nachzugehen.
    In diesem Sinne ist gerade die erste Woche des Wirkens Jesu in Galiläa wichtig:
    • Sich bei der Berufung der Jünger selber angesprochen fühlen:
      Jesu Ruf, hinter ihm her zu gehen, auf sich selbst zu beziehen und bewusst in die Jesus-Nachfolge einzutreten.
      Dabei schließt die Berufung zu Menschenfischern ein Zweifaches ein:
      • Das Evangelium von und über Jesus Christus in die Welt zu tragen und in Wort und Tat zu verkünden; – und damit in die Kommunikationslücke einzutreten, die durch die Flucht der Jünger und das Schweigen der Frauen am Ende des Evangeliums entstanden ist.
      • Teil der Sammlungsbewegung Jesu zu sein, oder – wie Paulus sich ausdrückt: – Glied des Leibes Christi sein; sich einzubringen mit den eigenen Fähigkeiten und Charismen und sich gegenseitig zu ergänzen.
        Christsein – das geht nicht allein!
    • Mit den Menschen bei der ersten Dämonenaustreibung über die Lehre Jesu, die die Dämonen besiegt, staunen:
      Es ist die Lehre, die Jesu auf dem Weg seinen Jüngern erklärt und versucht nahezubringen – und die doch oft quer steht zu dem, was Menschen wichtig ist.
      Im Blick auf den Weg Jesu sowie gestärkt durch den Glauben an die Auferstehung des Gekreuzigten und die Gabe des Geistes können auch wir die Dämonen besiegen, die uns antreiben wollen, groß, mächtig, Erster, Herrscher etc. zu sein.
    • Sich wie die Schwiegermutter des Petrus von Jesus aufrichten lassen zum Dienst aneinander:
      die entsprechende Erzählung ist die Mitte (!) der ersten Woche des Wirkens Jesu:
      Nachdem Jesus die Schwiegermutter des Petrus geheilt hat, dient sie Jesus und den Jüngern;
      damit setzt sie die Lehre auf dem Weg beispielhaft um.
    • Wer so – hinter Jesus her – den Weg des Dienens geht – gerade gegenüber den Letzten und Kleinen in der Gesellschaft – der vollzieht im eigenen Leben, was Jesu programmatischer Eröffnungsruf am Anfang seines Wirkens war und ist (Mk 1,15):
      Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist zum Greifen nahe.
      Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!


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