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Einführung in das Evangelium nach Markus

Fünf Orte des Geschehens spielen nacheinander eine wichtige Rolle; sie werden deutlich hervorgehoben durch klare Hinweise im Text.
So legt sich eine Gliederung in 5 Teile nahe, die sich an diesen Orten orientiert: Wüste, Galiläa, Auf dem Weg, Jerusalem, Grab.
Dabei kann der Galiläa-Teil in zwei Teile zerlegt werden.

Bei genauerem Hinsehen ergibt sich, dass je zwei Teile zueinander in Beziehung gesetzt sind:

Wüste
Galiläa    
  1. Jesus ist nur im Judenland;
  2. Jesus bricht auch ins Heidenland auf: ans gegenüberliegende Ufer.
Auf dem Weg
(von Galiläa nach Jerusalem)
Jerusalem
Grab
  • Nur wenige Verse.
  • Ort des Todes - doch auch des Neuanfangs (Exodus, Exil [, Schöpfung]): Taufe des Johannes.
  • Ein Bote Gottes tritt auf: Johannes der Täufer, der auf das Kommen Jesu hinweist.
  • Etwa gleiche Textmenge wie Jerusalem-Teil.
  • Jesus wechselt hin und her: von einem Ufer zum anderen.
  • Größere Rede Jesu: Gleichsnisrede mit Aufgriff der geograph. Grundkonzeption: Vom Boot aus sät Jesus den Samen des Wortes aus.
  • Ort von Predigt und Heilung.
  • Reger Zulauf - Begeisterung der Massen.
  • Jüngerberufungen.
  • Anfanghafter, erfolgreicher Vorstoß ins Heidenland.
  • Der Schatten Jerusalems in Galiläa:
    • Schriftgelehrte kommen aus Jerusalem und stehen im Konflikt mit Jesus.
    • Vorwurf der Gotteslästerung in Mk 2,7 (in Jerusalem dann Verurteilungsgrund).
    • Todesbeschluss schon in Mk 3,6!
    • Erwähnung der Auslieferung durch Judas in Mk 3,19!
Abschluss: Blindenheilung
  • Jesus ist quasi mit den Jüngern alleine: es geht um die Existenz der Jünger - gerade auch nach Ostern - in der Nachfolge Jesu.
  • Jesus erläutert, was es heißt, ihm auf seinem Weg nachzufolgen, was also für alle Zeiten wahre und echte Jüngerschaft auszeichnen muss.
Abschluss: Blindenheilung
  • Etwa gleiche Textmenge wie Galiläa-Teil.
  • Jesus wechselt hin und her: zwischen Betanien und Tempel.
  • Größere Rede Jesu: Endzeitrede mit Aufgriff der geograph. Grundkonzeption: Vom Ölberg aus spricht Jesus (auch) über die Zerstörung des Tempels.
  • Verschärfung des Konflikts mit den jüdischen Autoritäten.
  • Anhängerkreis Jesu erzällt: Judas verrät, Petrus verleugnet, alle Jünger fliehen.
  • Die Massen wenden sich gegen Jesu.
  • Das Licht Galiläas in Jerusalem:
    • Ankündigung Jesu, dass er nach der Auferstehung den Jüngern voraus nach Galiläa geht.
    • Notiz bezüglich der Frauen, die das Kreuzigungsgeschehen von ferne aus verfolgt haben: Sie sind Jesus schon von Galiläa aus nachgefolgt.
  • Nur wenige Verse.
  • Ort des Todes - doch auch des Neuanfangs: Auferstehung Jesu.
  • Ein Bote Gottes tritt auf: Jüngling im Grab verkündet die Auferstehung und weist darauf hin, wie/wo man Jesus 'sehen' kann.

Das Evangelium nach Markus ist gemäß den fünf hervorgehobenen Orten des Geschehens in fünf Teile gegliedert, die konzentrisch angeordnet sind

Besonders hervorgehoben ist damit der mittlere Teil: Auf dem Weg.
Dies wird durch die beiden Blindenheilungen unterstrichen, die diesen Teil rahmen.

Daneben spielt ein Signal-Ort noch eine Rolle:

"im Haus"

Ausführliche Gliederung (PDF)

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